Unser Freizeitleiterteam waren Frank und
Viola Twele sowie Helga Herrmann und vom Vater Jahn waren es Ingrid
Hauchstein, Hannelore Gille und Margot Gottesmann.
Bundesweit ist die
Jugendbildungsstätte eine einzigartige Einrichtung auf der
ostfriesischen Insel Baltrum. Wunderschön gelegen zwischen einer
Dünenlandschaft und dem Wattenmeer mit den Salzwiesen am östlichen Ende
der Insel. Baltrum hat eine Länge von 5 km und ist etwas 1,5 km breit.
Sie ist die kleinste der ostfriesischen Inseln, autofrei, das
„Dornröschen“ genannt, von Neßmersiel aus mit der Fähre erreichbar.
Treffpunkt aller Teilnehmer und Freizeitleiter ist Neßmersiel. Hier wird
das Gepäck in einem Container mit der Aufschrift „NTB Baltrum“ verstaut,
verschifft und per Pferdewagen bis zum Ziel transportiert. Uns bleibt
dann nur noch der etwa eine halbe Stunde lange Fußmarsch am Rande der
Salzwiesen und des Wattenmeeres mit seinen vielen Vögeln, die dort
beheimatet sind. Schon hier spürt man das Besondere dieser Insel.
Geschlafen wird zu mehreren in einem Zimmer, je nach Beteiligung; daran
gewöhnt man sich schneller als ich vor einigen Jahren dachte. Jeden
Morgen gab es Frühsport mit Ingrid, dann Kaffeetrinken und dann noch der
obligatorische „Hausputz“ nach Plan, den man immer im Auge haben
musste....denn jede Gruppe ist dafür verantwortlich, alles sauber und in
Ordnung zu halten.
Danach standen Unternehmungen bis zum Mittagessen meist zur freien
Verfügung: eine kleine Wanderung durch die herrlichen Dünen oder entlang
am Strand des Meeres bei Wind und Wellen – hier kann man die „Seele
baumeln lassen“...... oder mal gemeinsam eine Inselumrundung.
Lustige, sportliche Wettkämpfe am Nachmittag waren angesagt, meist
nach dem Kaffee, den wir fast immer draußen in der Sonne genießen
konnten. Die Abende verbrachten wir mit kleinen Kartenspielen, einem
Besuch der Gitarrengruppe in Baltrum, oder wozu man eben mal Lust hatte
.... und jeden Abend besuchte uns ein stolzer Fasan, der „sein Revier“
unter Kontrolle haben wollte ...
Erika überraschte uns eines Tages mir der Aussage, dass es hier Austern
gäbe, wir wollten es nicht glauben und so nahm sie sich Walter mit,
bewaffnet mit Werkzeug, damit er die festsitzenden Austern ablösen
konnte – hat er dann auch bei Ebbe geschafft – und so sahen wir sie
dann, die Austern, irgendwie runzelig und alt – so kamen sie wieder
dorthin, wo sie herkamen – probiert haben wir sie nicht, auch mit
Zitrone konnte uns das nicht locken, nur den Wein dazu, den haben wir
getrunken .......
Zum Abschluss unserer Freizeit gingen wir zum „Kluntje“, einem
heißbegehrten kleinen nostalgischen Lokal, tranken einen wunderbaren
Tee, je nach Geschmack mit Sahne oder Rum und aßen die bekannte
Ostfriesentorte, ein sagenhaftes Eis oder eine heiße Waffel mit
Kirschen, ganz nach Wunsch.
So ging auch diese Baltrum-Freizeit wieder zu Ende. Wir können sie nur
„weiterempfehlen“........
Margot Gottesmann
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